Am Freitag, den 11.2.2022 trafen sich drei unserer Mitglieder kurz vor 17 Uhr bei Dämmerungseinbruch und regnerisch-windigen Wetterverhältnissen in Burggrub am Parkplatz des Rotensteins. Hintergrund des Treffens war die Teilnahme am “Uhu-Synchronverhör” des Landesbunds für Vogelschutz (LBV), das regelmäßig durchgeführt wird und der Erfassung der Brutstätten und somit dem Schutz des Uhus, der größten einheimischen Eule dient.

Dabei wird jährlich u.a. in der Fränkischen Schweiz – einem der Kerngebiete des “Artenhilfsprogramms Felsbrüter” in Bayern – mithilfe vieler ehrenamtlicher Helfer die Bestandssituation des gefährdeten Greifvogels untersucht, indem die Freiwilligen gleichzeitig an möglichst vielen potentiellen Brutorten den Balzrufen der Großeule lauschen. Aus den Verhörergebnissen kann festgestellt werden, welche Brut- und Jagdreviere des Uhus besetzt sind und dadurch können auch Schutzmaßnahmen (z.B. zeitlich begrenzte Felssperrungen) eingeleitet werden.

Unsere drei Aktiven waren also auch an der Aktion beteiligt, die im Zeitraum zwischen 16:55 und 18:25 Uhr im Bereich der Schwedenfelsen stattfand. Dabei konnten zwei der Teilnehmer mehrere Uhu-Rufe aus Richtung der Felsenkette vernehmen und wir damit dem LBV einen Erfolg vermelden. Die Rückmeldung des LBV war sehr positiv, denn es konnten immmerhin 76 potentielle Uhu-Reviere mit Freiwilligen besetzt werden, im Vergleich zu 57 im Vorjahr. Leider war die Quote der Erfolgsmeldungen mit 30% besetzter Reviere (2021: 39%) geringer, was zum Teil wohl – neben anderen Faktoren – an den schlechten Wetterbedingungen an diesem Abend liegen dürfte. Dennoch hat es unseren Aktiven großen Spaß gemacht und war eine interessante Erfahrung, die wir gerne nächstes Jahr wiederholen würden, im Sinne des Natur- und Artenschutzes vor unserer eigenen Haustüre.

Stefan Reinfelder

Uhu-Verhör in der Fränkischen Schweiz

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